UNSERE
Hofladen-Jury

Ernst Lüthi

Obstbauer aus Ramlinsburg (BL) leitet das Fachzentrum Direktvermarktung des Schweizer Obstverbands (Jurypräsident)

Es motiviert mich, die Direktvermarktung zu professionalisieren und mit dem Wettbewerb die Bauernfamilien zu unterstützen. Zudem möchte ich den Konsumierenden die Landwirtschaft näherbringen.  

Mir ist es wichtig, dass die verkauften Produkte vom eigenen Hof oder zumindest aus der Region stammen.

Ein besonderes Augenmerk lege ich auf die Qualität der Produkte. Diese sind idealerweise hofeigen. Bei der Gestaltung des Ladens achte ich auf Originalität und Authentizität.

Silvia Amaudruz

Bäuerin aus Le Mont-sur-Lausanne (VD) und Mitglied im Vorstand des schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauen-verbands.

Der «Schönster Hofladen» ist der perfekte Anlass, um Hofläden bekannt zu machen. Hinter jedem Hofladen steckt so viel Liebe zum Detail, so viel Persönliches der Bauernfamilie – das gilt es zu würdigen.

Mit der Direktvermarktung können die Bauernfamilien die Konsumierenden von den Vorteilen der einheimischen Produktion überzeugen. Jedes gekaufte Produkt, sorgt für eine Identifikation der Konsumierenden mit der Bauernfamilie.

Der erste Eindruck zählt. Wenn ich einen Hofladen betrete, möchte ich ein Aha-Erlebnis haben. Für mich spielen Grösse und Angebot der Hofläden eine untergeordnete Rolle. Ich achte vielmehr auf die Qualität der Produkte und deren Präsentation. Lichtdurchflutete Hofläden bringen die Produkte zum Leuchten. Ein weitere wichtiger Aspekt für mich ist Hygiene und Qualität – gerade in diesem Jahr.

Manuela Stadelmann

Betriebswirtschafterin und Marketingberaterin BBZ Arenenberg (TG)

Ich freue mich, bereits zum zweiten Mal Teil der Jury sein zu dürfen. Ich bin gespannt, wie sich die Hofläden aus dem ersten Wettbewerb im vergangenen Jahr weiterentwickelt haben. Zudem freue ich mich darauf, noch viele weitere Hofläden kennenzulernen und deren Ideen zu sehen.

Als Marketing-Beraterin ist es für mich wichtig, im Hofladen ein klares Konzept zu erkennen. Es muss nicht alles perfekt sein, aber es sollte eine klare Linie ersichtlich sein: von der Produktauswahl, der Beschriftung, der Einrichtung bis hin zu den Werbemitteln. Darauf achte ich auch als Kundin. «Weniger ist mehr, dafür wirkungsvoll», sage ich immer. Die Mehrwerte, welche die Produkte direkt aus der Landwirtschaft bieten, sollen klar hervorkommen.

Geschmack ist immer relativ, ebenso die Ästhetik. Darum achte ich vor allem darauf, wie die verschiedenen Elemente im und um den Hofladen zusammenpassen. Ob der Hofladen aus Kundensicht ein angenehmens Gefühl vermittelt. Wichtig sind die kleinen Details, die das Einkaufserlebnis ausmachen und den Hofladen vom Detailhandel unterscheiden. Auch ist es für mich sehr entscheidend, dass ich eine gewisse Professionalität hinter dem Betriebszweig «Direktvermarktung» erkenne. Schliesslich spielt aber auch das Bauchgefühl eine wichtige Rolle. Das haben die Erfahrungen sämtlicher Jurymitglieder im letzten Jahr gezeigt. Man spürt sehr schnell, ob ein Hofladen mit seinen Produkten und den Menschen dahinter eine positive Ausstrahlung hat.

Anton Strüby

Strüby Holzbau AG (SZ), Präsident des Verwaltungsrates

Ich freue mich über die Initiative und Begeisterung der Bauernfamilien, die sich die Mühe geben, einen Hofladen zu führen. Sie übernehmen dadurch eine gewisse Selbstverantwortung. Das finde ich super.

Es ist für mich wichtig, dass die Bauern für Ihre Arbeit belohnt werden und die Anerkennung vom Kunden zu spüren bekommen. Die Konsumierenden sollen den Wert von guten und ehrlichen Produkten aus der Schweizer Landwirtschaft erkennen. Dadurch können sie auch ein Bewusstsein darüber entwickeln, wie viel Arbeit hinter den Produkten steckt. Wichtig ist ausserdem, dass die Bauern eine realistische Wertschöpfung haben.

Bei der Bewertung lege ich ein besonderes Augenmerk auf die Präsentation der Produkte und die Sauberkeit des Hofladens. Die Produktauswahl ist ausschlaggebend und am Schluss zählt natürlich auch der allgemeine Eindruck.

Daniela Clemenz

Dipl. Ing. Agr. ETH, LANDfreund-Redaktorin (BE)

Bäuerinnen und Bauern sorgen mit ihren Hofläden für Nahversorgung im ländlichen Raum. Wann immer ich Gelegenheit habe, kaufe ich dort ein. Zudem gibt es nichts Besseres und die Qualität ist 1a. Ja, Direktvermarktung ist eine Nische und ist arbeitsintensiv – aber das Motto «Vom Feld auf den Teller» ist für die Konsumenten nirgends sonst klarer nachvollziehbar. Wenn die Kasse stimmt, lohnt sich der Einsatz der Bauernfamilien um ein Vielfaches. Ich bewundere, wie liebevoll Bäuerinnen und Bauern ihren Hofladen gestalten. Tradition und Rustikales hält mit modernen Zahlungs- und Kühlsystemen Schritt. Dieses unvergleichliche Ambiente der Hofläden, der Duft der frischen Äpfel, des Bauernbrot, die sauber eingereihten Eier gilt es zu honorieren. Machen Sie mit an unserem Wettbewerb «Schönster Hofladen», ob klein oder gross spielt keine Rolle.

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